Ihr schreibt gerade – und es sind 32 Grad in eurer Wohnung. 🌡️

Ich kenne das. Die Wörter kleben fast so sehr wie ihr selbst am Stuhl. Und genau jetzt, in dieser flimmernden, zähen Hitze, ist der beste Moment, um sich zu erinnern: Die größten Szenen der Literatur sind oft bei genau diesem Wetter entstanden – oder spielen darin. ☀️

Thomas Mann hat gewusst, was Hitze mit einem Menschen macht. Camus hat sie zur Tatwaffe gemacht. Bei Donna Tartt riecht man den New Yorker August förmlich durch die Seiten. Emine Sevgi Özdamars anatolische Sommer sind so körperlich geschrieben, dass man selbst Durst bekommt. Und Patricia Highsmith? Die wusste, dass mediterrane Hitze Identitäten zum Schmelzen bringt.

Mein Vorschlag für heute: Schreib-Pause. Jalousien runter. Ein gutes Buch. Und vielleicht die Frage im Hinterkopf: Wie beschreibe ich eigentlich Hitze – in meinem Manuskript? Und jetzt? Ab nach draußen in die Mittagspause!

Welche literarische Hitzeszene bewundert ihr handwerklich am meisten? 


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